Griot

Weltmusik-Jazz-Cross-over Trio

Griot ist ein Modern-Jazz Trio, das aus dem amerikanischen Saxophonisten Peter Epstein, dem deutschen Multiinstrumentalisten Gernot Blume und der amerikanischen Perkussionistin Julie Spencer besteht.

Die musikalische Chemie zwischen diesen drei Komponisten, die ihr vielseitiges Vokabular miteinander kombinieren, schafft einen strahlenden und faszinierenden Klang.

Jeder einzelne Musiker hat einen individuellen Ausdruck entwickelt, der sich in organisch-rhythmischen und intuitiven Improvisationen an der Nahtstelle zwischen überraschenden Klangbildern und beflügelten Melodiephrasierungen hörbar macht.

Griot erforscht neue Jazz-Möglichkeiten in den Händen dreier aufgeschlossener Konzeptmusiker, die mal explodierend, mal meditativ, aber immer unausweichlich mit Herz und Seele musizieren.

Peter Epstein Peter Epstein

„… er benutzt Sopran, Alt und Tenor Saxophone bis zu den Grenzen ihrer Ausdrucksfähigkeit“
HiFi
„Epstein macht erstaunliche Aussagen…Und schafft einen ganz eigenen modernen Klang“
All Music Guide

www.peterepstein.com


Gernot Blume Gernot Blume

„…Wunderbare Musik“
Joachim Ernst Berendt
„…Musik von großer Komplexität und Schönheit“
Glen Moore, Komponist/Bassist, Oregon

Julie Spencer Julie Spencer

„…eine wichtige neue Stimme, ein strahlender Geist“
Jazz Times
„… eine Ausnahmekünstlerin … Wanderin zwischen den Welten“
Klaus Muempfer, www.jazzpages.com


incantation - Die neue CD von Griot

Das internationale Weltmusik-Jazz-Cross-over Trio, bestehend aus dem deutschen Multiinstrumentalisten Gernot Blume, dem amerikanischen Saxophonisten Peter Epstein und der amerikanischen Multiinstrumentalistin Julie Spencer, stellen mit ihrer jüngsten CD „incantation” 63 Minuten eigene Kompositionen und Improvisationen vor, auf der Alt- und Sopransaxophon, Harfe, Klavier, Bass, Mandoline, Marimba, Schlagzeug, Perkussion und Stimme zu hören sind.

Die hochentwickelten, multi-stilistischen Persönlichkeiten dieser drei kreativen Künstler fügen sich auf ihrer neuen CD kunstvoll zusammen. Sie wurde am 16. Juli 2008 nach einer Tour mit Konzerten in Deutschland und Polen für Rector Records in einem Wiesbadener Studio aufgenommen.

Die Musik von Griot ist durchtränkt von jener seltenen Authentizität, in der intime musikalische Momente ohne Befangenheit geteilt werden – zwischen den Künstlern und mit dem Zuhörer - in jenen seelischen Zwischenräumen, wo Musik lebt. „incantation” spannt einen Bogen von friedlicher Introversion zu einem Feuerwerk der Gefühle, voller spiritueller Intensität, einladend und inspirierend - eine ganz eigenständige Welt.

Epstein begrüßt den Zuhörer mit seinem warmen und sehr individuellen Klang auf Sopran- und Altsaxophon, seinen fließenden, beflügelten Improvisationen und der alles umfassenden Klangwirkung seiner Ringatmung.

Spencers ätherische Stimme scheint schwerelos zu schweben, während die wellenartigen, rhythmischen Texturen und die melodiösen Phrasierungen ihres Spiels auf Klavier, Schlagzeug und Marimba eine besonders expressive Sensibilität ausstrahlen.

Blumes feinfühliger Anschlag auf der Harfe schafft das Gefühl einer expansiven Dimension, die die Reichweite experimenteller Klangerfindungen auf Bass und Mandoline und die weite Palette reichhaltiger Farbigkeit auf dem Klavier ergänzt.

Das Ergebnis, das die drei virtuosen Musiker von Griot in den musikalischen Dialogen von „incantation” vorlegen, bezaubert einfach.

Die zehn Kompositionen der CD, von Spencer und Blume komponiert, geben viel Raum für kreative Kollektivimprovisation und ermöglichen durch nahtloses Zusammenspiel gegenseitige Transparenz der musikalischen Gedanken.

In einem außergewöhnlich vielseitigen Programm beweisen Spencer und Blume überzeugende Souveränität in der Abwechslung am Klavier und im flüssigen Wechsel aller anderen Instrumente, die sie in ihrer ungewöhnlichen Version des Weltmusik-Jazz-Cross-overs einzusetzen wissen. Die Reichweite und die unanfechtbare Kompetenz der Integration verschiedener Kulturen, Stile und Erfahrungen sind unmittelbar in der gemeinsamen Sprache des Ensembles Griot zu spüren – herausragend, atemberaubend. Solch erstaunliche musikalische, kompositorische und improvisatorische Geschicklichkeit zu einem bemerkenswert einzigartigen Klang zusammenzufügen, ist eine Leistung, die Griot geradezu mühelos erreicht. Sie bezeugt auch die gründliche und lange Vertiefung der drei Musiker in die Kulturen Westafrikas, Indonesiens und Indiens während ihres Studiums am California Institute of the Arts, wo sich Epstein, Blume und Spencer kennen lernten.

In der Tradition ist ein Griot ein Musiker, der in eine Familie von Geschichtenerzählern in Westafrika hineingeboren wird und der Geschichte durch Gesang und Dichtung vermittelt.

In den faszinierenden Aufnahmen der CD fließen Jazz, freie Improvisation und zeitgenössische Komposition mit den Musiktraditionen Westafrikas, Indiens und Indonesiens zusammen. So definiert Griot eine neue Art der Ästhetik – die von Reisenden zwischen verschiedenen Welten. Und auf „incantation” hat der Zuhörer die Gelegenheit mitzureisen.



Farbige Vielschichtigkeit in wechselndem Klangdialog

Rezension zum Konzert des Jazzensembles Griot in Kirkel am 24.06.2008 von Andreas Seger

Erwin Irmisch, Leiter des Bildungszentrums Kirkel, übertrieb nicht, als er den Konzertbesuchern mit der Ankündigung des Jazztrios Griot am vergangenen Dienstagabend Modern Jazz vom Feinsten versprach.

Das Ensemble hatte in dieser Formation, bestehend aus dem Saxofonisten Peter Epstein, dem Multiinstrumentalisten Gernot Blume und der Perkussionistin Julie Spencer im Bildungszentrum Kirkel seinen ersten öffentlichen Auftritt überhaupt. Der US-Amerikaner Peter Epstein und der in Bingen lebende Gernot Blume arbeiten allerdings bereits seit ihrer gemeinsamen Studienzeit am California Institute of the Arts vor zwanzig Jahren zusammen. Daraus entstand 2006 aus einem Konzertmitschnitt von 1999 die Live-CD Griot als Duo.

Griot live im Bildungszentrum Kirkel

Nun war Griot erstmals als Trio zu hören – mit der Amerikanerin Julie Spencer, der künstlerischen Partnerin und Ehefrau von Gernot Blume. Bevor die Musiker die Bühne betraten, erklärte Irmisch die Bedeutung des Namens Griot. Ein Griot ist im weitesten Sinne ein westafrikanischer Geschichtenerzähler, der altes Lied- und Sagengut eines Volkes übermittelt als eine Art lebendige Bücherei. Und ausgesprochen lebendig und vielseitig waren auch die acht Stücke, die von den drei Künstlern sehr virtuos und äußerst sensibel dargeboten wurden. Nach anfänglichen und rasch behobenen technischen Soundproblemen entwickelte sich ein temperamentvolles und zugleich harmonisches Zusammenspiel, das geprägt war von Farbigkeit und Abwechslungsreichtum. Peter Epstein spielte sowohl Sopran- als auch Altsaxofon, Gernot Blume war nicht nur am Piano zu hören, sondern auch an der Mandoline, der keltischen Harfe und am Kontrabass, und Julie Spencer brillierte am Schlagzeug, am Marimbafon, ebenfalls am Piano, an verschiedenen Perkussionsinstrumenten und mit ihrer Stimme. Stilistisch bewegen sich die Kompositionen, die alle aus der Feder von Blume und Spencer stammen, zwischen Modern Jazz, freier Improvisation, Weltmusik und abendländisch zeitgenössischer Musik.

Griot Trio

Es waren musikalische Geschichten ganz unterschiedlicher Art, die erzählt wurden – ganz in der Tradition eines afrikanischen Griots. Bei „Truth“, dem ersten Stück des Abends, dominierte das Schlagzeug, während „Falling Leaves“ fast in der Art klassischer Programmmusik Blätter im Wind wirbeln und tanzen ließ.

Herausragend das dritte Stück: „Exodus“. Nach einem längeren Klavier-Intro entwickelte sich ein zunächst unisono vorgetragenes Duett zwischen Peter Epstein am Altsaxofon und der Stimme Julie Spencers. Später spielte sie auf einem Orgelpunkt des Saxofons zusätzlich Marimbafon – ein eindrucksvolles Klanggemälde. Musik aus Indien habe ihn bei dieser Komposition besonders beeinflusst, erläuterte Gernot Blume im Anschluss.

Osteuropäische Klänge standen Pate bei „Hungarian Dreams“, einem sehr pittoresken und verspielten Stück in klassischer Tradition, fast eine Sonate für Sopransaxofon und Klavier mit sparsamen Einwürfen des Marimbafons, mit einem ganz traditionellen Durakkord als Schluss.

Griot Trio

Einer der eindrucksvollsten Momente des Konzerts war in „Love“ zu hören und zu sehen. Gernot Blume an der Mandoline, später am Kontrabass, Peter Epstein am Altsaxofon – Julie Spencer, zunächst am Marimbafon, wechselte wie in Trance die Bühnenseite und setzte sich ans Klavier, um in die aus einem 10/8- und 11/8-Takt bestehende Komposition einzusteigen.

Bei „Pilgrimage“ wechselte Gernot Blume an die keltische Harfe, wieder sang Julie Spencer mit ihrer glockenhellen klaren Sopranstimme Vokalisen.

„Dances“, ein folkloristisch angehauchtes Stück im 7/4-Takt, entführte die Zuhörer erneut in osteuropäische Gefilde, und mit dem letzten Stück des Abends, „Incantation“, kehrte Griot an die Anfangszeit zurück, als der Komponist Blume während seines Studiums Unterricht bei westafrikanischen Trommlern hatte und sich davon inspirieren ließ – fast ein reines Improvisationsstück.

Bei aller Farbigkeit und Vielschichtigkeit der Stücke und Klangbilder gab es doch einen roten Faden, der sich durch das Konzert zog – das war die unglaubliche Spielfreude der drei Musiker, die in wechselnden Klangdialogen den Abend für die Zuhörer zu einem Hochgenuss werden ließ.

Die neue CD (09/2008):

Griot CD Cover - incantation

incantation

Einige Hörproben aus den 10 Titeln finden sie hier.

Weltmusik-Jazz-Cross-over Trio Griot: Gernot Blume, Peter Epstein, Julie Spencer

Griot

Griot

Die Titelliste und einige Hörproben der CD »Griot« finden sie hier »

Gernot Blume und Peter Epstein spielen Jazz-Kompositionen und freie Improvisationen mit Klavier und Saxophon. Individuell, multikulturell, multistilistisch.
Epstein besticht frei und virtuos mit warmen, flexiblen Saxophontönen.
Blumes synkopisierter Klavierstil verbindet sich mit Epsteins Klangideal zu einem spannungsgeladenen Dialog.

(Live-CD ohne die Perkussionistin Julie Spencer)

Live on Tour:

24.06.08

Bildungszentrum, Kirkel
19:30-21:00 Uhr

Lesen Sie hier die Rezension des Konzertes von Andreas Seger

28.06.08

Jazz-Festival »Bingen swingt«,
Bingen/Rhein
von 18:30 bis 21:00 Uhr auf der Bühne Am Freidhof

29.06.08 bis 04.07.08

Crossdrumming Festival,
Warschau, Polen

22.10.08

Griot Jazz Trio Konzert
University of Nevada, Reno, USA