Profil

Die Geburtsstunde dieser außergewöhnlichen musikalischen Partnerschaft schlug 1988, an einem ebenso außergewöhnlichen Ort - dem California Institute of the Arts in Los Angeles, kurz CalArts genannt.

CalArts ist ein international anerkanntes, progressives und experimentelles Workshop-Labor der Künste, an dem praktizierende und renommierte Größen aller Disziplinen unterrichten. Der Begründer des Instituts, Walt Disney, argumentierte: „Die Zukunft bietet große Chancen für diejenigen, deren Vorstellungskraft darin geschult wurde, auf dem riesigen Orchester der Künste in ihren Kombinationen zu spielen”.

Dieser grenzüberschreitende Ansatz brachte Julie Spencer und Gernot Blume dazu, ihr kreatives Potential an diesem Ort erforschen und formen zu wollen. Schnell wurde deutlich, dass beide eine maßlose Unersättlichkeit für die breite Palette künstlerischen Ausdrucks miteinander verband und so fanden sie sich Seite an Seite in afrikanischen, indischen, indonesischen und zeitgenössischen Musikensembles, in Jazzbands sowie in Kursen zu Jazzkomposition, Musikgeschichte und Musikethnologie.

Mit Ausnahmegenehmigung durfte Gernot auf so vielen Instrumenten gleichzeitig Einzelunterricht belegen. Die Resultate rechtfertigten die Anpassung des Kurrikulums an seine ungewöhnlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten. Sein erstes Diplom erhielt er angesichts eines enormen Arbeitspensums zwei Jahre verfrüht.

Julie unterrichtete indessen Mitstudenten gleichzeitig zu ihren eigenen Studien, als eine bereits bekannte Kompetenz auf ihrem Spezialinstrument Marimba. Die Kommilitonen der beiden Künstler erkannten die erstaunliche Dynamik dieser Persönlichkeiten in ihrer komplementären Ergänzung lange bevor die beiden sich das selbst eingestanden hatten. Aber Kunst und Leben waren längst schon für Julie Spencer und Gernot Blume zu einer harmonischen Einheit verschmolzen.

„Die Engel tanzten auf dem Dach, als wir uns zum ersten Mal darunter trafen, davon bin ich überzeugt”, sagt Julie Spencer. „Es war ein großes Stück Arbeit, bis das geschah!”

Und Gernot Blume erinnert sich: „Julie erspürte immer bereits den nächsten künstlerischen Impuls, die nächste kreative Idee, die sich so vollständig mit meinen Vorstellungen deckten, dass ich von Anfang an sprachlos war. Wir wussten, zusammen waren wir glücklicher mit uns selbst. Das war der Anfang unserer Zusammenarbeit und unserer Familie!”

„Unsere Individualität zu erleben wurde für uns zu einer Befreiung, als unsere unausgesprochenen Gemeinsamkeiten sich zu einer Kommunion der Gedanken zusammenschlossen. Unsere Ziele waren leicht artikuliert, Träume so deutlich geteilt, Visionen verwirklicht, weil sie dem Atem der kreativen Bedürfnisse unserer Seelen entsprangen.

Dies ist unser Wunsch, als Musiker, als Menschen: Teil zu sein einer größeren Kette der Verbindungen, zu inspirieren mit der Freude unserer Zusammenarbeit, die Idee gleichberechtigter Partner, das Zusammenspiel aller Künste, aller Wissenschaften, in Politik, in den Familien der Welt, unabhängig von Geschlecht und Nationalität. Friede und Hoffnung durch die Dankbarkeit für das Leben, gestaltet in kreativem Spiel.”

Julie Spencer & Gernot Blume