Natürliches Schreiben und Heilende Poesie

Gefüllt mit Lebensgeschichten, freud- und leidvollen Begebenheiten und unendlich vielen Momenten von Werden und Vergehen, lassen wir uns frei schreibend in die Leere des Blattes fallen. Im Mittelpunkt dieses leeren Blattes steht das Spiel, das konzentrierte versonnene Spiel mit den Worten, die Freude am Umgang mit dem gefühlten, erdachten, erträumten, erinnerten und geschriebenen Wort.

Unterschiedliche Methoden des Kreativen Schreibens geben Impulse, Schreiben als Prozess zu erleben. Als einen möglichst wertvollen Weg, sich selbst mit den vielen vielen Anteilen – bekannten und unbekannten – schreibend vertraut zu machen und mit der Zeit zu spüren, wie dabei immer mehr Nähe und Beziehung zu sich selbst entsteht.

Die eigene Schöpferkraft, das kreative Potential  – wir haben es alle! – zu entdecken und zu entfalten, ist das, was den Spaß und die Lust am Schreiben, ganz simpel am Schreiben selbst, beschert.

Aus dem eigenen biografischen Fundus Erinnerungsperlen, Gedankenkiesel, Erfahrungsbröckchen, Momentblüten und Kindermurmeln hochblubbern zu lassen, mit dem Kescher danach zu fischen, das Treibgut mit Worten in erfundenen Textkulissen oder verdichteter Poesie zur Essenz zu kristallisieren, das ist ein nährender und nachhaltiger Pfad, im Leben gehaltvolle Fährten zu markieren.

Natürliches Schreiben heißt, Geschichten erzählen, Bilder malen, Musik komponieren, lyrisch unterwegs sein, vom Schreiben das Leben lernen und vom Leben das Schreiben.